„Blenden Sie den Rechtsrahmen nicht aus!“

Welche Rolle spielen DSGVO und andere Rechtsnormen für Unternehmen in der Elektromobilität? Dr. Katharina Vera Boesche verrät im Interview, worauf es ankommt.

Sehr geehrte Frau Dr. Boesche, spätestens seit Mai dieses Jahres ist die DSGVO in aller Munde. Warum ist das Thema Datenschutz auch für Betreiber von Ladestationen und Mobilitätsserviceprovider relevant?

Kein Unternehmen kommt heute – und das gilt erst recht seit dem 25. Mai dieses Jahres – mehr um das Thema Datenschutz herum. Auch die Betreiber von Ladestationen (CPO) und Mobilitätsserviceprovider (EMSP) müssen dafür Sorge tragen, dass die personenbezogenen Daten der EV-Nutzer datenschutzkonform aus der Ladesäule vom CPO über den EMSP an den Kunden übertragen werden.

Welche Themen werden in Ihrem Vortrag bei der be.connected neben der DSGVO behandelt?

Ich werde neben den Vorgaben der DSGVO auch kurz die bisherigen Herausforderungen des Entwurfs der ePrivacyVO ansprechen. Ausführlicher werde ich die nach der Preisangabenverordnung zulässigen Preise und die Einordnung des Ladepunktes als Letztverbraucher ansprechen.

Angenommen, ein Unternehmen entscheidet sich für den Einstieg in die Elektromobilität. Welchen guten Rat würden Sie mitgeben?

Blenden Sie den Rechtsrahmen nicht aus. Kommen Sie zu einem meiner Workshops und tauchen Sie ein auch in die Rechtsfragen, da diese neben all den technischen Herausforderungen, innovativen Entwicklungen, einer guten Vernetzung nicht ganz banal sind.

Zum Schluss: Ihr persönliches Highlight auf der be.connected 2018?

Da ich am ersten Tag wegen einer Terminkollision in Berlin – der Workshop der Fachgruppe Recht zum Mess- und Eichrecht der Elektromobilität im BMWi – leider nicht teilnehmen kann, habe ich die Auswahl unter den Themen des 2. Tages. Besonders neugierig bin ich auf den Beitrag von Herrn Wolff über den ersten eichrechtskonformen DC-Zähler.

Frau Dr. Boesche, vielen Dank für das Gespräch. Wir sehen uns auf der be.connected 2018!