Blauer digital binär datencode auf einem computer bildschirm, has·to·be Elektromobilität

Datennutzung in der Elektromobilität – Teil 2

Zweiter Teil unserer Blogreihe Datennutzung in der Elektromobilität. Wie sich aus gesammelten Daten Vorhersagen treffen lassen und missbräuchliche Nutzungen verhindert werden können.

Fortsetzung des Blogartikels Datennutzung in der Elektromobilität – Teil 1

Leistungskurven als Missbrauchsdetektion

Daten aus Leistungskurven schaffen jedoch auch Schutz gegen eine missbräuchliche Nutzung von Ladeinfrastruktur.
Damit können Verbraucher und Betreiber gleichfalls geschützt werden. Die Durchführung von Ladevorgängen eines Nutzers ergeben in der Regel homogene bis ähnliche Ladekurven in der täglichen Nutzung von Ladeeinrichtungen.

Intelligente Messsysteme erkennen damit nun Abweichungen bei Ladevorgängen und können so beispielsweise proaktiv reagieren, wenn beispielsweise ein Identifikationsmedium (RFID-Karte) oder ein Benutzerzugang in falsche Hände gekommen ist. Auch wenn die heutige Datenbasis eine automatisierte Beendigung von missbräuchlichen Ladevorgängen nicht gänzlich gewährleisten kann, kann sie diese zumindest mit hohen Genauigkeiten aufzeigen und den Nutzer aktiv informieren. Damit werden mögliche Schäden frühzeitig erkannt.

Verschiebung von Energiespitzen als Lastmanagement

Aus den erzielten Daten lassen sich in erster Linie erhebliche Optimierungen im Energiemanagement für Ladeinfrastrukturen erziehen.
Jedoch nur dann, wenn der Betreiber der Ladeeinrichtung intelligente Energiemanagement-Systeme im Einsatz hat, die sich mit Vorhersagedaten und berechneten Lade- und Leistungskurven so füttern lassen, dass sie steuernd in die Energie-Infrastruktur des Betreibers eingreifen können.
Relevante Use-Cases in dieser Hinsicht sind in erster Linie die geplante Verschiebung von Energiespitzen zur „Glättung“ des Energiebedarfs. Dies ist vor allem bei Unternehmen relevant, die Energie nicht nach Kilowattstunden, sondern nach Kapazität bezahlen und Überschreitungen der Spitzenlasten häufig sehr teuer sind.

Vorhersage von Erlösen ermöglicht Standortplanung

Auch bei der Planung von Infrastrukturen leisten historische Daten bereits gute Dienste. Durch den heute in der Regel noch nicht übermäßig ausgebreiteten Rollout von Infrastrukturen im öffentlichen Bereich sind viele sinnvolle Standorte an öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen nach wie vor nicht mit Infrastruktur ausgestattet.
Aus dem Verhalten von Ladevorgängen an analogen Standorten lassen sich über Orts- und Stadtgrenzen hinweg automatisiert Modelle rechnen, welche Standorte wirtschaftlich die höchste Rentabilität bieten.

Hier erfasst has·to·be mit der be.ENERGISED-Applikation bereits seit vielen Jahren Zusatzdaten zu Infrastrukturen und Ladevorgängen, wie beispielsweise POI (Point of Interest) -Daten (Restaurants, Hotels, Parkflächen, Haltestellen, etc.) und auch Wetterdaten. Intelligente Berechnungsmodelle, die durch has·to·be und gemeinsame Partnerunternehmen erarbeitet und betrieben werden, können bereits heute für alle Städte in Deutschland konkrete Positionsberechnungen durchgeführt werden. Die Systeme ermitteln dazu aus der Gesamtfläche einer Stadt zielgerichtet die Standorte, an welchen Ladeinfrastruktur vermutlich die höchsten Erlöse erziehen wird.

Heute liefert Big-Data Erlöse durch Umweg-Rentabilität

Wie diese Anwendungsfälle zeigen, können heute Daten aus Ladevorgängen vorrangig in Verbindung mit weiteren Anwendungsfällen und Planungsaufgaben gewinnbringend eingesetzt werden. In den kommenden Jahren werden sich diese Mechanismen entsprechend weiterentwickeln, so dass sich auch in Zukunft interessante und gewinnbringende Business-Cases darstellen lassen werden.

Über has·to·be gmbh

Das Unternehmen mit Sitz in Radstadt (Salzburg), München und Wien ist ein führender Gesamtlösungsanbieter für Elektromobilität. Die Produkte und Services von has·to·be bieten alles, was Unternehmen für den Erfolg in der Elektromobilität brauchen: vom sorgenfreien Betrieb von E-Ladestationen bis zum Management von weltweiten Mobilitätsangeboten. Das Produkt be.ENERGISED – die von has·to·be entwickelte intelligente Software zur Verwaltung von E-Ladeinfrastrukturen – wird weltweit bei mehr als 14.500 Ladestationen erfolgreich eingesetzt.